Ein Schritt zu mehr Jugendbeteiligung
Jugendversammlungen im Bistum Mainz

Jugendversammlungen – wozu?

Mit den sogenannten Jugendversammlungen haben wir ein Beteiligungsformat aus der Taufe gehoben, das besonders junge Menschen ansprechen soll sich in  den Pastoralen Weg des Bistums mit eigenen Ideen, Visionen und – nicht zuletzt – auch Befürchtungen und Fragen einzubringen. Die Idee haben wir bei unseren Kollegen im Bistum Speyer entdeckt und halten sie für eine sehr gute Plattform, um – im Zusammenhang mit den Pfarrgemeinderatswahlen – Jugendbeteiligung nicht nur einmalig, sondern stetig zu etablieren. Aus den Jugendversammlungen können später Dekanatsjugendsynoden oder ähnliche Formate wachsen.

Worum geht es genauer? Jugendversammlungen sind den konstituierenden Pfarrgemeinderatssitzungen vorgeschaltet. Junge Leute der Pfarrei werden über möglichst weit angelegte Verteiler zur Jugendversammlung eingeladen. Dabei achtet man darauf, die jungen Leute an den Kirchorten, an denen sie sich bewegen, in den Verbänden, in den Kirchenmusiken, in den Schulen auf Pfarreigebiet, etc., nicht zu übersehen. Für die Jugendversammlung wird vom Bischöflichen Jugendamt ein Paket an Vorlagen angeboten, welches gewährleistet, dass die Versammlungen eine kirchenrechtlich kompatible und bistumsweit vergleichbare Form haben.

Wie laufen Jugendversammlungen ab?

Im Groben bestehen die Jugendversammlungen aus drei großen Teilen:

Nach einem Einleitungs- und Begrüßungsteil werden die jungen Leute eingeladen in einer Zukunftswerkstatt die Themen zu finden, die ihnen für die Zukunft der Kirche vor Ort wichtig sind. Dieser Teil lebt vom Austausch und vom gemeinsamen Entwickeln von Ideen und Forderungen und lässt weitere Partizipationsformate (Umfragen, Social Media-Tools zur Mitbestimmung…) gut integrieren.

Nach diesem Teil kann in einem Fokussierungsteil beschlossen werden, ob und wie sich diese Vernetzung junger Menschen zukünftig auswirkt, in gemeinsamen Projekten, mehr Zusammenarbeit etc. Es können auch Anträge formuliert werden, die in die Pfarrgemeinde/Seelsorgeräte mitgenommen werden.

Der dritte Teil führt zur Wahl von zwei Jugendvertreter*innen für den Pfarrgemeinderat bzw. den Seelsorgerat.

Dieser Punkt macht deutlich, dass die Jugendversammlungen eine Ergänzung zu den bisherigen Statuten des Pfarrgemeinderates darstellen. Denn die Wahl der Jugendvertreter kann künftig nicht mehr nur über die Gesamtwahl, sondern auch über die Wahl während der Jugendversammlung geschehen. Wenn eine Jugendversammlung zwei Kandidat*innen gewählt hat, wird bei der Gesamtwahl das Amt der Jugendvertreter*innen nicht mehr gewählt. Wo keine Jugendversammlung zustande gekommen ist, bleibt die Wahl über die Gesamtwahl bestehen.

Auch im Blick auf die Amtszeiten bietet die Jugendversammlung neue Flexibilität. Da die Jugendversammlung in der Regel ein- bis zweimal im Jahr stattfinden soll, können die Jugendvertreter*innen, die aus dem Pfarrgemeinderat ausscheiden, weil sie beispielsweise durch einen Ortswechsel zum Studium nicht mehr weitermachen können, sehr einfach nachgewählt werden und dies, ohne dass bis zur nächsten Pfarrgemeinderatswahl gewartet werden muss.

Wer nimmt’s in die Hand?

Zu allererst sprechen wir die bisherigen Jugendvertreter*innen an, die Jugendversammlung zu ihrem Thema zu machen. Sie haben in der Regel einen ganz guten Überblick, wo überall junge Menschen auf Pfarreigebiet aktiv sind. Darüber hinaus gilt es, dafür einzustehen, dass möglichst alle jungen Menschen erreicht werden. Dafür braucht es sicher ein wenig Gehirnschmalz und die Unterstützung des Pfarrbüros. Denn die Jugendversammlungen wollen ganz bewusst auch junge Leute erreichen, die bisher nicht oder nur punktuell an die Pfarrei angedockt sind. Unterstützung leisten die Hauptamtlichen der Pfarrei, und für die Zukunftswerkstatt, ggf. auch für die Organisation größerer Versammlungen, die Dekanatsjugendreferent*innen unserer Katholischen Jugendzentralen.

Was gibt’s noch an Hilfen?

Momentan erstellen wir eine Homepage mit allem rund um die  Jugendversammlungen. Dort werden Plakate, Abläufe, Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit, Checklisten und vieles mehr zu finden sein. Hier können sich alle, die sich vor Ort konkret für die Jugendversammlung den Hut aufsetzen vieles runterladen, was die Organisation vor Ort erleichtert und unterstützt. Die wichtigsten Informationen werden bis Ende April in einer Arbeitshilfe zusammengefasst.

Um die Durchführung vor Ort zu unterstützen, wird es in diesem Jahr zudem einen einmaligen Zuschuss von 40,00 Euro pro durchgeführter Jugendversammlung geben. Der Zuschuss kann nach der Jugendversammlung formlos per Mail im Bischöflichen Jugendamt beantragt werden.

Bei Fragen zu den Jugendversammlungen und bei Unterstützungsbedarf stehen die jeweiligen Jugendzentralen und das Referat Qualifizierung Ehrenamt zur Verfügung.

BDKJ/BJA Mainz
Referat Qualifizierung Ehrenamt
Benedikt Beer
bdkj-bja-ehrenamt@bistum-mainz.de
06131/253-610
Am Fort Gonsenheim 54
55122 Mainz

Hier finden Sie die aktuelle Satzung der Jugendversammlungen im Bistum Mainz


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    Satzung für die Jugendversammlung in Pfarreien im Bistum Mainz

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