Zur Gemeinde gehören automatisch alle Katholiken und Katholikinnen, die im Gebiet der Gemeinde wohnen und einen Pass haben, der die Muttersprache zuordnet. Also wird bspw. eine Frau mit polnischem Pass, die in Wiesbaden wohnt, der polnischen katholischen Gemeinde Wiesbaden zugeordnet.

Wenn jemand zwei Pässe hat, also z.B. den spanischen Pass und den deutschen Pass, so wird die Person trotzdem der spanischsprachigen katholischen Gemeinde zugeordnet.

Wichtig für die Zuordnung sind der Pass und die amtliche Meldung der Kirchenzugehörigkeit. Wer staatlich nicht katholisch gemeldet ist, gehört nicht zur Gemeinde. Wer nur noch einen deutschen Pass hat, gehört auch nicht zur Gemeinde. (Wenn allerdings bspw. ein Italiener mit einer deutschen Frau verheiratet ist, dann gehören er und seine Frau zur italienischen katholischen Gemeinde.)

Nur die amtlich erfassbaren Mitglieder sind wahlberechtigt zur Wahl des Gemeinderats!

Diejenigen, die nur noch den deutschen Pass haben, aber eine andere Muttersprache, können sich in ihrem Gemeindebüro melden und die Mitgliedschaft in der Gemeinde beantragen. Die Anträge liegen in den Gemeindebüros vor. Besonders relevant ist das bei denen, die nur einen deutschen Pass haben und als Kinder von bspw. Italienern, in der Gemeinde Mitglied waren und mit dem 18. Geburtstag die Mitgliedschaft verlieren.

Manche der Gemeinden haben ein Territorium, das über die Bistumsgrenzen geht. Das ist kirchenrechtlich etwas komplizierter. Diese Personen (bspw. Italiener aus Fulda, die zur Gemeinde Bad Homburg gehören), können sich (bald) im Gemeindebüro in ein Wählerverzeichnis aufnehmen lassen und dadurch bei der Gemeinderatswahl mitwählen und auch kandidieren.

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